Naturheilkunde (Naturheilverfahren)
Der Begriff "Naturheilkunde" (bzw. "Naturheilverfahren")
leitet sich von dem altbewährten Wissen um traditionelle Heilmethoden
ab. Bis Anfang des letzten Jahrhunderts war der Arzt vor allem auf
Heilmittel angewiesen, die er aus Pflanzen, Tieren und Mineralien
herstellen konnte.
An technischen Hilfsmitteln gab es bis zur Entdeckung der Röntgenstrahlen
kaum mehr als das Höhrrohr.
Um so interessanter ist jedoch, daß eine Vielzahl der heute
schulmedizinisch gebräuchlichen Medikamente, ihren Ursprung der
Heilkraft von Pflanzen verdanken. Beispielsweise wurde das berühmte
Schmerzmittel (Analgetikum) Aspirin (=Acetylsalicylsäure), aus
dem Extrakt der Weidenrinde (=Salicylsäure) entwickelt.
Für viele Herz-, Asthma- oder Krebsmedikamente werden heute pflanzliche
Wirkstoffe künstlich nachgebaut. Teilweise ist diese Nachahmung
der Natur durchaus sinnvoll, da so die Wirkkraft der einzelnen Stoffe
verstärkt werden kann.
Andererseits gehen dadurch die Synergieeffekte (Erhöhung der
Wirksamkeit durch Zusammenarbeit) der verschiedenen Inhaltsstoffe
einer Pflanze verloren. Auch die größeren Nebenwirkungen
von Einzelstoffen lassen sich durch das Fehlen von mildernden Begleitsubstanzen
erklären.
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Marina Caravitis -
Ärztin für Akupunktur, TCM, Tibetische Medizin (TTM) und
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